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Grundkurs für Patientenvertreter

7.10.2017  |  Nachdem wir zusammen mit dem Wissenschaftlichen Institut der Techniker Krankenkasse für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen  (WINEG)  den  Bedarf an Kompetenzerwerb und Schulung von Patientenvertretern auf Länderebene  ermittelt haben -- ein ausführlicher Bericht über die Ergebnisse dieses Forschungsprojekts ist in der Zeitschrift Das Gesundheitswesen erschienen, hier zu lesen --, folgte am 5. und 6. Oktober 2017 ein erster Grundkurs für Patientenvertreter, den wir zusammen mit dem Forum Patientenvertretung in Hamburg entwickelt haben. Patientenvertreter, die schon länger dabei sind, sowie "Neue" sollten die wichtigsten Grundlagen für ihre Arbeit kennenlernen und diskutieren: Wie funktioniert das Gesundheitssystem? Warum sollen wir uns beteiligen? Welche Themen sind für uns wichtig? Welches Handwerkszeug brauchen wir dafür -- z.B. Rhetorik, Medienkompetenz, Durchsetzungsvermögen...? Hier geht's zum Programm (pdf).

Fortbildungsbedarf von Patientenvertretern auf Länderebene

2012 haben wir, unterstützt durch das Wissenschaftliche Institut der Techniker-Krankenkasse  (WINEG),  herauszufinden versucht, welche Bildungsangebote für Patientenvertreter (4. Ebene, Demokratiekompetenz) notwendig und wünschenswert sind, damit sie die Mitgestaltung des Gesundheitssystems insbesondere auf der Ebene der Bundesländer besser leisten können.

Denn die Aufgaben, denen sie sich dort gegenüber gestellt sehen, nehmen zu: Schon seit Dezember 2010 gilt beispielsweise die  Richtlinie zur sektorenübergreifenden Qualitätssicherung des Gemeinsamen Bundesauschusses. Sie sieht auch auf der Länderebene die Beteiligung von Patientenvertretern nach  § 140 f+g  SGB V (und  Patientenbeteiligungsverordnung der Bundesregierung)  an der sogenannten Externen Qualitätssicherung vor. Bisher waren Patientenvertreter schon in einigen Bundesländern freiwillig in die Externe Qualitätssicherung der Krankenhäuser einbezogen worden, und auch dort regelt inzwischen die Richtlinie zur Qualitätssicherung in Krankenhäusern des Gemeinsamen Bundesausschusses eine verpflichtende Patientenbeteiligung. Die Qualität der ambulanten medizinischen Versorgung dagegen wird noch ganz ohne Einbeziehung von Patientenvertretern überwacht. Das sind nur zwei Beispiele dafür, wie die Beteiligung der Patienten ständig anspruchsvoller wird.

Eine Zusammenfassung dieses Forschungsprojekts wurde als Poster vorgestellt (z.B. im Rahmen des 11. Deutschen Kongresses für Versorgungsforschung und 4. Nationalen Präventionskongresses in Dresden vom 27. bis 29. September 2012). Ein ausführlicherer Bericht ist in der Zeitschrift Das Gesundheitswesen erschienen. Hier ist er zu lesen.